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Beinhochlagerungskissen: 20 Fragen und Antworten

Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Beinhochlagerungskissens am häufigsten aufkommen – zu Lagerungshöhe und Bauart, zur Anwendung, zu Material und Pflege und zu Kosten und Bezugswegen.

Eine für alle gültige Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Unterschenkel im Liegen über Herzhöhe kommen und die Knie dabei nicht überstreckt werden. Die Kissen in unserem Vergleich decken eine Spanne von 7,5 cm bei der flachsten Halbrolle bis 28 cm beim höchsten Keil ab, die Stufenlagerungswürfel reichen mit ihren Kantenlängen sogar bis 55 cm. Wer sich nicht festlegen will, nimmt ein Modell mit kombinierbaren Schichten und probiert die Stufen aus.

Ein Keilkissen trägt Waden und Knie auf einer durchgehenden Schräge und bringt die Beine deutlich höher. Eine Halbrolle stützt vor allem die Kniekehlen, baut flacher und braucht weniger Platz im Bett. Bei der Lagerungshöhe liegen die Keilkissen gegenüber den Halbrollen deutlich vorn – die höchsten Lagerungshöhen im Vergleich erreichen allerdings die Stufenlagerungswürfel –, die Halbrollen sind dafür leichter zu verstauen und mitzunehmen.

Die meisten Modelle sind für die Rückenlage gedacht: Dreht man sich zur Seite, rutschen die Beine von der Schräge. Zwei Kissen in unserem Vergleich werden in Rezensionen ausdrücklich auch in Seitenlage genutzt — dann liegt meist ein Bein auf dem Kissen. Bei den übrigen nennt der Hersteller die Seitenlage nicht; wer überwiegend seitlich schläft, sollte das vor dem Kauf prüfen.

Ein Sitzkeilkissen richtet das Becken beim Sitzen auf, ein Beinhochlagerungskissen hebt die Unterschenkel im Liegen an. Die Keilform ähnelt sich, die Maße nicht: Beinkissen sind breiter, damit beide Unterschenkel nebeneinander Platz haben. Achten Sie deshalb auf die Breite — in unserem Vergleich reicht sie von 15 cm bei der schmalsten Halbrolle bis über 50 cm.

Wichtiger als die Bettbreite ist die Breite des Kissens: Rund 50 cm reichen für beide Unterschenkel nebeneinander, schmalere Modelle tragen bequem nur ein Bein. Prüfen Sie zusätzlich die Länge der Schräge gegen Ihre Körpergröße. Eine Rezension beschreibt, dass der Fuß über die Kante hinaushing, wenn das Knie bis zum Knick der Schräge reichte.

Dazu gibt es keine allgemein gültige Vorgabe, und wir nennen bewusst keine Minutenzahl. In den Rezensionen ist der Abend nach langem Stehen oder Sitzen der häufigste Zeitpunkt. Wenn Ihre Beine regelmäßig anschwellen oder schmerzen, gehört die Ursache in eine ärztliche Abklärung — ein Kissen ersetzt sie nicht.

Die Hersteller machen dazu keine Angabe. Einzelne Rezensionen beschreiben den Einsatz beim Einschlafen und berichten, seither durchgehend zu schlafen; andere nutzen das Kissen nur für eine begrenzte Zeit am Abend. Wer es die ganze Nacht nutzen möchte, sollte auf eine rutschhemmende Unterseite achten.

Bei der Stufenlagerung liegen Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander: Die Waden ruhen waagerecht auf einer Auflage, die Oberschenkel stehen senkrecht. Dafür sind die Würfel gemacht, die mit drei unterschiedlichen Kantenlängen geliefert werden — je nachdem, auf welcher Seite sie liegen, ergibt sich eine andere Höhe. In unserem Vergleich decken drei Stufenlagerungskissen Kantenlängen von 30 bis 55 cm ab.

Das hängt an der Unterseite und am Bezug. Zwei Modelle in unserem Vergleich arbeiten ausdrücklich dagegen: eines mit Gumminoppen, eines mit rutschhemmender Unterseite. Bei glatten Bezügen auf glatter Matratze hilft ein Betttuch über dem Kissen.

Die Herstellerangaben reichen von 24 bis 48 Stunden bis hin zu drei bis vier Tagen. Eine Rezension beschreibt die Entfaltung als deutlich schneller als angegeben. Rechnen Sie außerdem mit Geruch nach dem Öffnen — bei einem Modell hielt er laut einer Rezension mindestens drei Wochen an. Packen Sie das Kissen deshalb einige Tage vor dem geplanten Einsatz aus.

Das hängt am Einsatz. Viscoschaum (viskoelastischer Schaum) passt sich der Beinform an und geht danach langsam zurück; festere Schäume geben unter Verband oder Schiene weniger nach. In unserem Vergleich nennen drei Hersteller ausdrücklich Viscoschaum, die übrigen bleiben bei allgemeinen Bezeichnungen wie Komfortschaum oder Schaumstoff.

Das Raumgewicht (RG) gibt an, wie viel Kilogramm Schaum auf einen Kubikmeter kommen, notiert etwa als 50 kg/m³. Ein höheres Raumgewicht steht in der Regel für mehr Material und längere Formstabilität. Praktisch hilft die Kennzahl hier wenig: Keiner der 13 Hersteller in unserem Vergleich nennt ein Raumgewicht.

Fast alle Bezüge lassen sich abnehmen und in der Maschine waschen; wo eine Temperatur angegeben ist, reichen die Herstellerangaben von 30 °C bis 60 °C. Der Schaumkern selbst gehört nicht in die Waschmaschine. Eine Ausnahme sind die beiden Modelle mit PU-Kunstlederbezug — eine Halbrolle und ein Keilkissen: Sie werden mit Wasser und Spülmittel abgewischt. Bei mehreren Kissen im Vergleich macht der Hersteller in den Merkmalen keine Angabe zur zulässigen Temperatur. Ein Stufenlagerungswürfel kommt ganz ohne Bezug — dort gibt es nichts zu waschen, und einen passenden Überzug muss man dazukaufen oder selbst nähen.

Drei Modelle in unserem Vergleich tragen eine Zertifizierung nach OEKO-TEX Standard 100. Sie bezieht sich auf die verwendeten Textilien, nicht auf den Schaumkern. Ein weiterer Hersteller gibt sein Kissen als hypoallergen an — eine Aussage über Ihre persönliche Verträglichkeit ist beides nicht.

In der Regel nicht. Gesetzliche Kassen erstatten Hilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis geführt und ärztlich verordnet sind; die Kissen in unserem Vergleich werden von ihren Herstellern nicht als solche ausgewiesen. Ob in Ihrem Fall etwas anderes gilt, beantworten Ihre Krankenkasse und Ihre Arztpraxis — nicht eine Vergleichsseite.

In aller Regel nicht. Von den 13 Kissen in unserem Vergleich weist kein Hersteller sein Produkt als Medizinprodukt aus — auch dort nicht, wo der Produktname das Wort „Medical“ enthält oder der vollständige Herstellertitel bei Amazon zusätzlich „orthopädisch“ nennt. Wir sprechen deshalb von Lagerungskissen und nicht von Medizinprodukten. Genau das ist auch der Grund, warum die Kosten in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Sanitätshäuser und Apotheken führen Lagerungskissen, meist als Sortiment für die Nachsorge; Drogerien haben sie selten dauerhaft im Regal. Die Auswahl ist dort kleiner als im Versandhandel, die Beratung dafür persönlich. Die Modelle in unserem Vergleich stammen sämtlich von amazon.de.

Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell in unserem Vergleich liegt gut das Vierfache. Teurer heißt dabei nicht automatisch besser bewertet: Das am höchsten bewertete Kissen ist nicht das teuerste im Feld. Die aktuellen Preise stehen in der Vergleichstabelle, maßgeblich ist der bei Amazon angezeigte Preis.

Am häufigsten fehlen Schaumtyp und Raumgewicht; bei drei Kissen in unserem Vergleich nennt der Hersteller nicht einmal eine Lagerungshöhe. Dann helfen, wo vorhanden, die Gesamtmaße und in jedem Fall die Rückmeldungen aus den Rezensionen weiter. Wir schreiben in solchen Fällen dazu, dass die Angabe fehlt, statt eine Zahl zu ergänzen.

Beim Kauf im Internet gilt in Deutschland das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Eine Ausnahme gilt beim Kauf von privaten Verkäufern auf dem Amazon-Marktplatz: Für sie greift das Widerrufsrecht nicht, weil es nur für Käufe von Unternehmern gilt. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob als Verkäufer ein Unternehmen oder eine Privatperson genannt ist. Bequem ist die Rückgabe bei vakuumverpackten Kissen ohnehin nicht: Einmal entfaltet, lassen sie sich kaum wieder so klein zusammenlegen. Messen Sie deshalb vorher nach, statt zwei Größen nebeneinander zu bestellen.

Steht Ihre Frage nicht dabei, hilft oft ein Blick in einen unserer Ratgeber – etwa zu Kissenformen oder zu Höhe und Anwendung – oder direkt der Vergleich aller 13 Kissen mit Preisen und Bewertung.